Der VOICES-Beitrag „Lauchhammer – Tod in der Lausitz: Deutungsmacht und Selbstwahrnehmung postindustrieller Gemeinschaften“ von Andy Räder ist für die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) in Paderborn angenommen worden. In dem Vortrag wird untersucht, wie die ARD-Krimiserie sowie ihre begleitenden Para-Texte, wie Web-Dokumentationen, Interviews und Making Of die Themen Marginalisierung, industriellen Niedergang und soziale Ausgrenzung thematisieren und inszenieren. Dabei wird untersucht wie diese audiovisuellen Bilder mit den Erfahrungen der Bewohner*innen von Lauchhammer kollidieren oder korrespondieren. Qualitative Inhaltsanalysen der medialen Formate werden mit Interviews vor Ort verknüpft, um aufzuzeigen, inwieweit fiktionale und dokumentarische Darstellungen gesellschaftliche Fremd- und Selbstbilder prägen. Der Beitrag beleuchtet kritisch die gesellschaftspolitische Relevanz medialer Deutungsmacht und skizziert Wege, dominante Marginalisierungsnarrative aufzubrechen.
Keynote: “Locality Constructed, Contested, and Lived: Rethinking Media Inequality in Post-Industrial Communities” von VOICES Teammitglied Anke Fiedler
Am 23. April 2026 hielt Anke Fiedler auf dem Workshop „Locality and Context: Examining the Role of Place in Understanding Media Inequalities“, der von Wissenschaftlern der „Media School“ der Indiana University, der Freien Universität Berlin Read more