Der VOICES-Beitrag „Lauchhammer – Tod in der Lausitz: Deutungsmacht und Selbstwahrnehmung postindustrieller Gemeinschaften“ von Andy Räder ist für die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) in Paderborn angenommen worden. In dem Vortrag wird untersucht, wie die ARD-Krimiserie sowie ihre begleitenden Para-Texte, wie Web-Dokumentationen, Interviews und Making Of die Themen Marginalisierung, industriellen Niedergang und soziale Ausgrenzung thematisieren und inszenieren. Dabei wird untersucht wie diese audiovisuellen Bilder mit den Erfahrungen der Bewohner*innen von Lauchhammer kollidieren oder korrespondieren. Qualitative Inhaltsanalysen der medialen Formate werden mit Interviews vor Ort verknüpft, um aufzuzeigen, inwieweit fiktionale und dokumentarische Darstellungen gesellschaftliche Fremd- und Selbstbilder prägen. Der Beitrag beleuchtet kritisch die gesellschaftspolitische Relevanz medialer Deutungsmacht und skizziert Wege, dominante Marginalisierungsnarrative aufzubrechen.
Neuerscheinung: „The Workless: Stigma, Unpaid Labour and the Myth of Economic Inactivity“ von James Morrison
Dieses Buch hinterfragt den hegemonialen Diskurs zum Thema „Arbeitslosigkeit“ sowie die vorherrschenden Definitionen dessen, was als „Arbeit“ anerkannt wird. Es argumentiert, dass die aktuelle „Krise“ der Nichterwerbstätigkeit lediglich die jüngste in einer langen Reihe moralischer Read more